Fundiertes wissenschaftliches und technisches Wissen

Die Maxime "Catos rem tene, verba sequentur" (kümmere dich um den Inhalt, die Worte folgen von allein) reicht nicht aus. Zu einer positiven Einstellung gehört eine ausgefeilte Redetechnik. Rhetorische Mittel reifen aber erst in einer glaubwürdigen Persönlichkeit.

Die Redekunst gilt von jeher als ein mächtiges Instrument: Mit der Macht des Wortes lässt sich sowohl zerstören als auch großartig aufrichten, und dies gilt vornehmlich für die zwischenmenschlichen Beziehungen im privaten und öffentlichen Bereich. Goethe hat daher im reifen Alter (1815) die Kunst der Rede „höchst schätzenswert und unentbehrlich“ genannt; sie gehöre zu den „höchsten Erfordernissen der Menschheit“.

Je mehr die Gesellschaften auf die produktiv gemachte Subjektivität der Individuen angewiesen sind, umso größer wird das Gewicht der wissenschaftlich ermittelten Erkenntnis für die Regelung der Fragen, die nunmehr die Menschheit unter den Bedingungen eines gemeinsamen Wissens angehen muss.

 

_ Volker Gerhardt